Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief
Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief: Das zeigt die Studie 2026
Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1995 gefallen. Nur noch 52 Prozent der befragten Unternehmen planen, in den kommenden sechs Monaten in ihren Betrieb zu investieren.
Damit liegt die Investitionsbereitschaft niedriger als während der internationalen Finanzkrise, der Corona-Pandemie und der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs.
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Mittelstandsumfrage von DZ BANK und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Für die repräsentative Untersuchung wurden mehr als 1.000 Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen in Deutschland befragt.
Die Studie zeichnet ein vielschichtiges Bild. Einerseits bewertet eine deutliche Mehrheit der Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage weiterhin positiv. Andererseits bleiben die Erwartungen für die kommenden Monate verhalten. Steigende Energie-, Rohstoff- und Materialkosten, erneut zunehmende Lieferengpässe und eine schwächere Bilanzqualität belasten den Mittelstand.
Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass sich viele Unternehmen stärker international ausrichten. Auch die Nutzung Künstlicher Intelligenz ist innerhalb weniger Jahre erheblich gestiegen.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich der deutsche Mittelstand in einer widersprüchlichen wirtschaftlichen Lage befindet: Die aktuelle Geschäftslage ist in vielen Betrieben noch stabil, während Investitionen, Erwartungen und Bilanzkennzahlen zunehmende Zurückhaltung erkennen lassen.
Die Kernaussage der Mittelstandsstudie 2026
Die wichtigste Aussage der Studie lautet:
Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand hat ein historisches Allzeittief erreicht.
Nur 52 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, innerhalb der kommenden sechs Monate zu investieren. Fast jedes zweite befragte Unternehmen plant damit aktuell keine Investition.
Gleichzeitig nennen 74 Prozent der Unternehmen die Bürokratie als wesentlichen Belastungsfaktor. 67 Prozent betrachten die Energiekosten als Problem, 57 Prozent die Rohstoff- und Materialkosten.
Auch die Lieferketten geraten erneut stärker unter Druck. 31 Prozent der Unternehmen berichten von Sorgen über fehlende Produkte oder verspätete Lieferungen. Im Herbst 2025 waren es lediglich 18 Prozent gewesen.
Der wachsende Kostendruck schlägt sich außerdem in den Preiserwartungen nieder. 43 Prozent der Mittelständler planen Preiserhöhungen. Nur knapp 5 Prozent rechnen mit sinkenden Preisen.
Während die Investitionsneigung sinkt, nimmt das internationale Engagement weiter zu. Mittlerweile sind knapp 54 Prozent der befragten Unternehmen im Ausland aktiv. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch im Frühjahr 2024.
Ein weiteres zentrales Ergebnis betrifft die Bilanzqualität. Der Bilanzqualitätsindex des Mittelstands ist nach vorläufigen Berechnungen auf den niedrigsten Stand seit 2012 gefallen.
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Warum ist das Investitionstief historisch?
Die Investitionsbereitschaft wird in der Mittelstandsumfrage seit dem Jahr 1995 erfasst. In diesem Zeitraum war die deutsche Wirtschaft mehrfach mit außergewöhnlichen Krisen konfrontiert.
Dazu gehörten die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise, die Corona-Pandemie und die Energiekrise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Trotz der erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Ereignisse lag die Investitionsbereitschaft des Mittelstands jeweils über dem jetzt gemessenen Wert.
Der aktuelle Anteil von 52 Prozent markiert deshalb einen historischen Tiefpunkt innerhalb der gesamten Erhebungsreihe.
Die Investitionsquote beschreibt dabei den Anteil der Unternehmen, die in den kommenden sechs Monaten Investitionen planen. Sie gibt nicht unmittelbar Auskunft darüber, wie hoch das geplante Investitionsvolumen insgesamt ausfällt.
Eine kleinere Ersatzbeschaffung und eine umfangreiche Erweiterung der Produktionskapazitäten können gleichermaßen als Investitionsvorhaben gezählt werden. Dennoch zeigt der starke Rückgang, dass ein ungewöhnlich großer Teil des Mittelstands bei neuen finanziellen Verpflichtungen zurückhaltend ist.
Nach der Einordnung der Studienverantwortlichen konzentrieren sich viele Betriebe derzeit stärker auf die Sicherung des bestehenden Geschäfts. Investitionen dienen demnach häufiger der Bestandssicherung als dem Aufbau neuer Kapazitäten oder der Expansion innerhalb Deutschlands.
Wachstum findet dagegen zunehmend im Ausland statt. Ausnahmen bilden Bereiche, in denen wirtschaftliche und technologische Transformation bereits zusätzliche Nachfrage erzeugt. Dazu zählen unter anderem Infrastrukturen für die Energie- und Wärmewende, der Verteidigungsbereich sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Aktuelle Geschäftslage und Zukunftserwartungen entwickeln sich auseinander
Eine Besonderheit der Studie besteht in der unterschiedlichen Bewertung von Gegenwart und Zukunft.
71 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut. Damit hat sich die Einschätzung der gegenwärtigen Situation zum zweiten Mal in Folge verbessert.
29 Prozent bewerten ihre Lage dagegen als eher schlecht oder schlecht.
Auf den ersten Blick erscheint diese Verteilung nicht mit dem historischen Tief der Investitionsbereitschaft vereinbar. Die Studie zeigt jedoch, dass die positive Bewertung der aktuellen Lage nicht automatisch zu optimistischen Zukunftserwartungen führt.
Nur 26 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass sich ihre geschäftliche Lage in den kommenden sechs Monaten verbessert. 20 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Die Erwartungen stagnieren damit auf einem insgesamt schwachen Niveau.
Die Studienautoren erklären die vergleichsweise positive Beurteilung der Gegenwart unter anderem mit einer verbesserten Auftragslage und höheren Auftragsbeständen aus den vorangegangenen Monaten.
Bei der Einschätzung der Zukunft überwiegt dagegen die Vorsicht. Hohe Unsicherheit, gestiegene Kosten und internationale Krisen beeinflussen insbesondere die Investitionsbereitschaft.
Damit entsteht ein geteiltes Bild: Viele Unternehmen bewerten ihre aktuelle Situation noch als stabil, gehen aber bei langfristigen Entscheidungen deutlich zurückhaltender vor.
Bürokratie bleibt das größte Problem des Mittelstands
Die Bürokratie ist nach Einschätzung der befragten Unternehmen weiterhin das größte Problemfeld des Mittelstands.
74 Prozent nennen sie als wesentlichen Belastungsfaktor. Im Herbst 2025 hatte der Anteil noch bei 80 Prozent gelegen.
Der Wert ist damit zwar innerhalb von sechs Monaten um 6 Prozentpunkte zurückgegangen, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Fast drei von vier Unternehmen empfinden bürokratische Anforderungen weiterhin als erhebliche Belastung.
Die Bedeutung dieses Ergebnisses liegt vor allem in seiner Beständigkeit. Während sich andere Problemfelder abhängig von Konjunktur, Energiepreisen oder Lieferketten verändern, bleibt die Bürokratie in den Mittelstandsumfragen dauerhaft an der Spitze.
Sie liegt weiterhin vor den Energie-, Material-, Personal- und Lohnkosten.
Die Präsidentin des BVR, Marija Kolak, verbindet die wirtschaftliche Lage des Mittelstands deshalb auch mit der politischen Diskussion über Bürokratieabbau, Steuerbelastung und private Investitionen.
Nach ihrer Einordnung enthalten die politischen Reformvorhaben zwar Ansätze, um Investitionen zu erleichtern und bürokratische Belastungen zu verringern. Die bisher vorgesehenen steuerpolitischen Maßnahmen bewertet sie jedoch als nicht ausreichend, um den Mittelstand umfassend zu entlasten.
Die Studienergebnisse verleihen dieser Debatte zusätzliches Gewicht. Die Investitionsbereitschaft fällt ausgerechnet in einer Phase auf ein Allzeittief, in der ein besonders hoher Anteil der Unternehmen administrative Belastungen als zentrales Problem wahrnimmt.
Energie-, Rohstoff- und Materialkosten rücken deutlich nach vorn
Neben der Bürokratie stehen vor allem die Energie-, Rohstoff- und Materialkosten im Mittelpunkt der aktuellen Belastungen.
67 Prozent der Unternehmen nennen die Energiekosten als Problem. Im Herbst 2025 waren es noch 53 Prozent gewesen. Innerhalb von sechs Monaten ist der Anteil damit um 14 Prozentpunkte gestiegen.
Auch die Sorgen über Rohstoff- und Materialkosten haben deutlich zugenommen. 57 Prozent der Mittelständler betrachten sie als Belastung. Im Herbst 2025 lag der Wert bei 43 Prozent.
Damit sind die Energie- sowie Rohstoff- und Materialkosten auf den zweiten und dritten Platz der wichtigsten Problemfelder vorgerückt.
Sie liegen nun vor dem Fachkräftemangel, den 56 Prozent der Unternehmen nennen, und vor den Lohnkosten, die für 53 Prozent ein wesentliches Problem darstellen.
Diese Verschiebung ist bemerkenswert. In den beiden vorangegangenen Umfragen waren Fachkräfte- und Lohnkosten stärker in den Vordergrund getreten. Inzwischen dominieren erneut die unmittelbar produktions- und beschaffungsbezogenen Kosten.
Die Studie zeigt damit, dass der Mittelstand nicht nur mit einer schwachen Nachfrage und hoher Unsicherheit konfrontiert ist. Gleichzeitig steigen zentrale betriebliche Kostenpositionen.
Diese Kombination beeinflusst sowohl die Investitionsbereitschaft als auch die Preisplanung der Unternehmen.
Energiekosten treffen einzelne Branchen besonders stark
Die Belastung durch Energiekosten unterscheidet sich deutlich zwischen den Branchen.
Besonders ausgeprägt ist sie in der Chemieindustrie. Dort nennen 82 Prozent der befragten Mittelständler die Energiekosten als drängendes Problemfeld.
Auch im Agrarsektor ist der Anteil mit 80 Prozent außergewöhnlich hoch. Im Ernährungsgewerbe betrachten 76 Prozent der Unternehmen die Energiekosten als wesentliche Belastung.
In der Landwirtschaft und im Ernährungsgewerbe liegen die Energiekosten damit gleichauf mit der Bürokratiebelastung.
Die Branchenunterschiede zeigen, dass der allgemeine Anstieg der Energiekostensorgen nicht überall dieselbe Bedeutung besitzt. In energieintensiven Produktionsbereichen gehört die Energiefrage zu den dominierenden wirtschaftlichen Faktoren.
Die Chemieindustrie steht dabei nicht nur wegen der Energiekosten unter Druck. Auch bei den Lieferengpässen und den Geschäftserwartungen zeigt die Studie für diese Branche eine erhöhte Belastung.
Lieferengpässe nehmen wieder deutlich zu
Neben den gestiegenen Kosten zeigt die Studie eine erneute Verschärfung der Lieferkettenprobleme.
31 Prozent der befragten Unternehmen sorgen sich um Produktmangel oder verspätete Lieferungen. Im Herbst 2025 hatte der Anteil noch bei 18 Prozent gelegen.
Innerhalb eines halben Jahres ist der Wert damit um 13 Prozentpunkte gestiegen.
Die Entwicklung ist besonders auffällig, weil Lieferkettenprobleme nach den extremen Engpässen der Jahre 2022 und 2023 zeitweise an Bedeutung verloren hatten. Die aktuelle Erhebung zeigt nun, dass die Beschaffungssituation wieder stärker in den Mittelpunkt rückt.
Besonders betroffen sind Unternehmen aus der Elektroindustrie sowie aus der Chemie- und Kunststoffbranche. In beiden Bereichen berichtet jeweils ungefähr jedes zweite Unternehmen von Lieferengpässen.
Noch angespannter war die Situation in diesen Branchen zuletzt während der großen Lieferkettenkrise. In der Elektroindustrie wurde der frühere Höchststand im Frühjahr 2023 erreicht. In der Chemie- und Kunststoffbranche lag die stärkste Belastung im Herbst 2022.
Die Werte des Jahres 2026 erreichen diese früheren Spitzen zwar noch nicht. Der deutliche Anstieg innerhalb weniger Monate zeigt jedoch eine erneute Verschlechterung der Beschaffungslage.
43 Prozent der Mittelständler planen Preiserhöhungen
Die höheren Energie-, Rohstoff- und Materialkosten spiegeln sich unmittelbar in den Preiserwartungen wider.
43 Prozent der mittelständischen Unternehmen planen, ihre Preise in den kommenden sechs Monaten anzuheben.
Im Herbst 2025 hatte der Anteil noch bei 34 Prozent gelegen. Damit ist der Anteil der Unternehmen mit geplanten Preiserhöhungen innerhalb eines halben Jahres um 9 Prozentpunkte gestiegen.
Nur knapp 5 Prozent der Mittelständler rechnen mit sinkenden Preisen. Im Herbst 2025 hatten noch 9 Prozent Preissenkungen geplant.
Die Studie zeigt damit eine klare Verschiebung: Mehr Unternehmen wollen ihre Preise erhöhen, während deutlich weniger Unternehmen von sinkenden Preisen ausgehen.
Preiserhöhungen sind branchenübergreifend vorgesehen. Besonders stark ist die Entwicklung jedoch in der Baubranche.
63 Prozent der befragten Bauunternehmen planen für die kommenden sechs Monate höhere Preise. Seit dem Herbst 2025 ist dieser Anteil um 25 Prozentpunkte gestiegen.
Gleichzeitig hat sich der Anteil der Bauunternehmen, die ihre Preise senken wollen, halbiert. Er fiel von 8 auf 4 Prozent.
Die Baubranche weist damit eine der deutlichsten Veränderungen innerhalb der gesamten Umfrage auf.
Trotz hoher Kosten plant der Mittelstand einen moderaten Personalaufbau
Während die Investitionsbereitschaft auf ein Allzeittief fällt, bleiben die Beschäftigungserwartungen leicht positiv.
16 Prozent der befragten Mittelständler planen, ihren Personalbestand auszuweiten. 11 Prozent wollen Stellen abbauen.
Damit liegt der Anteil der Unternehmen mit geplanten Neueinstellungen um 5 Prozentpunkte über dem Anteil der Betriebe, die einen Stellenabbau vorsehen.
Die Studienverantwortlichen sprechen deshalb von einem moderaten Personalaufbau.
Dieses Ergebnis steht zunächst in einem gewissen Gegensatz zur schwachen Investitionsneigung und zum gestiegenen Kostendruck. Die Studie verweist jedoch auf die demografische Entwicklung als mögliche Erklärung.
Der Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge kann dazu führen, dass Unternehmen neue Beschäftigte einstellen, ohne ihren Personalbestand insgesamt stark zu vergrößern. Neueinstellungen dienen in diesem Fall zumindest teilweise dazu, ausscheidende Mitarbeiter zu ersetzen.
Zugleich wird die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt als arbeitgeberfreundlicher beschrieben als in früheren Jahren. Unternehmen können offene Stellen demnach teilweise leichter besetzen als während der besonders angespannten Phasen des Fachkräftemangels.
Der Fachkräftemangel bleibt dennoch ein bedeutendes Problem. 56 Prozent der Unternehmen nennen ihn weiterhin als wesentlichen Belastungsfaktor.
Auslandsengagement des Mittelstands wächst weiter
Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung ist die internationale Ausrichtung mittelständischer Unternehmen.
Knapp 54 Prozent der befragten Betriebe sind mittlerweile im Ausland aktiv.
Im Frühjahr 2024 hatte der Anteil noch 10 Prozentpunkte niedriger gelegen. Innerhalb von rund zwei Jahren ist das Auslandsengagement damit deutlich gestiegen.
Die Studie stellt diese Entwicklung in einen Zusammenhang mit der anhaltend schwachen Inlandskonjunktur. Viele Unternehmen suchen zusätzliche Absatzmöglichkeiten außerhalb Deutschlands.
Die wachsende Auslandsaktivität ist eines der auffälligsten strukturellen Ergebnisse der Untersuchung. Mehr als jeder zweite befragte Mittelständler verfügt inzwischen über wirtschaftliche Aktivitäten im Ausland.
Nach der Einordnung der Studienverantwortlichen findet Wachstum zunehmend außerhalb Deutschlands statt. Im Inland konzentrieren sich viele Investitionen dagegen stärker auf die Sicherung bestehender Strukturen.
Die Studie unterscheidet dabei nicht ausschließlich zwischen Export und inländischem Geschäft. Auslandsaktivität kann verschiedene Formen umfassen, beispielsweise internationale Kundenbeziehungen, Vertrieb, Produktion, Beschaffung oder Standorte außerhalb Deutschlands.
Das Ergebnis zeigt insgesamt eine stärkere internationale Orientierung des Mittelstands.
Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen
Die wirtschaftliche Lage wird innerhalb des Mittelstands sehr unterschiedlich eingeschätzt.
Besonders angespannt ist die Stimmung im Agrarsektor. Dort bewerten 45 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht oder eher schlecht.
Im Metall-, Kraftfahrzeug- und Maschinenbau liegt dieser Anteil bei 34 Prozent.
Damit beurteilt etwa jedes dritte Unternehmen dieser Branchengruppe die gegenwärtige Lage negativ.
Auch bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate zeigen sich erhebliche Branchenunterschiede.
Besonders deutlich haben sich die Aussichten im Handel, in der Chemieindustrie und in der Agrarwirtschaft eingetrübt.
Im Handel rechnen 23 Prozent der Unternehmen mit einer etwas schlechteren Geschäftslage. Weitere 5 Prozent erwarten eine starke Verschlechterung.
Insgesamt geht damit mehr als jedes vierte Handelsunternehmen von einer negativen Entwicklung aus.
In der Agrarbranche erwarten 17 Prozent eine moderate Verschlechterung. Weitere 8 Prozent rechnen mit einer starken Verschlechterung.
Auch hier liegt der Anteil pessimistischer Unternehmen bei insgesamt 25 Prozent.
Im Chemiesektor äußern sich ebenfalls 25 Prozent der Unternehmen eher oder deutlich pessimistisch zu ihren Geschäftserwartungen.
Diese Branchenergebnisse ergänzen das Gesamtbild der Studie. Während die aktuelle Lage im Mittelstand insgesamt überwiegend positiv eingeschätzt wird, konzentrieren sich die negativen Bewertungen und Erwartungen in bestimmten Wirtschaftsbereichen.
Die Bilanzqualität fällt auf den niedrigsten Stand seit 2012
Neben der Befragung zur aktuellen wirtschaftlichen Lage umfasst die Untersuchung eine umfangreiche Bilanzanalyse.
Nach ersten vorläufigen Berechnungen ist der Bilanzqualitätsindex des Mittelstands im Jahr 2025 um 10,4 Punkte gefallen.
Der Index liegt nun bei 114,3 Punkten. Das ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2012.
Die Verschlechterung der Bilanzqualität wird in der Studie als Spiegelbild der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Schwäche eingeordnet.
Besonders stark beeinflusst wurde der Rückgang durch zwei Kennzahlen: die Eigenkapitalquote und den dynamischen Verschuldungsgrad.
Gemeinsam sind diese beiden Größen für mehr als drei Viertel der Verschlechterung des Gesamtindex verantwortlich.
Die Bilanzanalyse verleiht der Umfrage zur Investitionsbereitschaft zusätzliche Bedeutung. Die geringere Investitionsneigung tritt nicht isoliert auf, sondern fällt mit einer messbaren Schwächung zentraler Bilanzkennzahlen zusammen.
Die durchschnittliche Eigenkapitalquote sinkt auf 26,5 Prozent
Die durchschnittliche Eigenkapitalquote der untersuchten mittelständischen Unternehmen ist im Jahr 2025 deutlich gesunken.
Sie fiel um 4,2 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent.
Im Jahr 2024 hatte die durchschnittliche Eigenkapitalquote mit 30,7 Prozent noch einen Höchststand erreicht.
Der Rückgang innerhalb eines Jahres fällt damit erheblich aus.
Besonders stark verschlechterte sich die Eigenkapitalquote im Baugewerbe und im Handel.
Die Eigenkapitalquote beschreibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens. Innerhalb der Bilanzanalyse dient sie als eine zentrale Kennzahl für finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit.
Die Entwicklung von 30,7 auf 26,5 Prozent zeigt, dass der durchschnittliche Eigenkapitalpuffer der untersuchten Unternehmen kleiner geworden ist.
Die Studie verbindet diese Entwicklung mit der anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase, hohen Kosten und dem Verbrauch vorhandener Reserven.
Dynamischer Verschuldungsgrad steigt auf 364,5 Prozent
Auch der dynamische Verschuldungsgrad hat sich deutlich verschlechtert.
Die Kennzahl stieg um 43,6 Prozentpunkte auf 364,5 Prozent.
Der dynamische Verschuldungsgrad bildet die Schuldentilgungsfähigkeit eines Unternehmens ab. Er stellt die Verschuldung in ein Verhältnis zum erwirtschafteten Cashflow.
Der starke Anstieg ist nach der Studie vor allem auf eine Zunahme des Fremdkapitals bei einem nahezu stagnierenden Cashflow zurückzuführen.
Innerhalb des Bilanzqualitätsindex besitzt diese Kennzahl eine Besonderheit: Sie ist die einzige Komponente, bei der ein höherer Wert eine Verschlechterung bedeutet.
Der Anstieg auf 364,5 Prozent zeigt damit eine deutlich ungünstigere Entwicklung der durchschnittlichen Schuldentilgungsfähigkeit.
Zusammen mit der gesunkenen Eigenkapitalquote erklärt der dynamische Verschuldungsgrad den größten Teil des Rückgangs der gesamten Bilanzqualität.
Wie belastbar sind die Bilanzdaten für 2025?
Die Ergebnisse der Bilanzanalyse für das Jahr 2025 sind ausdrücklich als vorläufig gekennzeichnet.
Für die langfristige Analyse liegen nahezu 2,6 Millionen Jahresabschlüsse aus den Jahren 2001 bis 2024 vor. Diese große Datenbasis ermöglicht eine umfangreiche Betrachtung der historischen Entwicklung.
Für das Jahr 2025 standen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch erst rund 550 Abschlüsse zur Verfügung.
Die Daten für 2025 besitzen deshalb noch nicht dieselbe Breite wie die historischen Werte.
Die grundsätzliche Entwicklung ist dennoch deutlich: Die bisher vorliegenden Abschlüsse weisen auf eine erhebliche Verschlechterung der Bilanzqualität hin.
Bei der Einordnung ist deshalb zwischen dem klaren aktuellen Signal und der noch begrenzten Zahl verfügbarer Jahresabschlüsse zu unterscheiden.
Die endgültige Entwicklung kann sich mit einer größeren Datenbasis noch verändern. Der derzeitige Indexwert bleibt jedoch ein bedeutender Hinweis auf die finanzielle Belastung des Mittelstands.
Künstliche Intelligenz erreicht 58 Prozent der Mittelständler
Neben Konjunktur, Investitionen und Bilanzqualität untersucht die Studie auch den Einsatz digitaler Technologien.
Besonders stark ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz gestiegen.
Im Jahr 2018 gaben erst 8 Prozent der mittelständischen Unternehmen an, KI einzusetzen. Inzwischen liegt der Anteil bei 58 Prozent.
Damit hat sich die Verbreitung Künstlicher Intelligenz innerhalb weniger Jahre mehr als versiebenfacht.
KI liegt inzwischen nahezu gleichauf mit dem Internet der Dinge. Auch diese Technologie wird von 58 Prozent der befragten Unternehmen genutzt.
Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Technologien im Mittelstand eine deutlich größere Rolle spielen als noch vor wenigen Jahren.
Gleichzeitig nutzt etwa jeder sechste Mittelständler weiterhin keine der in der Studie abgefragten digitalen Technologien.
Damit besteht auch im Jahr 2026 eine deutliche digitale Spreizung. Einer wachsenden Gruppe intensiver Technologienutzer steht weiterhin ein relevanter Anteil von Unternehmen gegenüber, der keine der untersuchten Technologien einsetzt.
Die Studienverantwortlichen betrachten insbesondere Künstliche Intelligenz als einen Bereich mit erheblichem Potenzial für Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität.
Digitalisierung und KI gehören außerdem zu den Geschäftsfeldern, in denen trotz der insgesamt niedrigen Investitionsbereitschaft weiterhin wachsende Nachfrage beobachtet wird.
Wie wurde die Mittelstandsstudie durchgeführt?
Die Daten für die aktuelle VR-Mittelstandsumfrage wurden zwischen dem 2. März und dem 17. April 2026 erhoben.
Die Befragung erfolgte telefonisch und online.
Teilgenommen haben mehr als 1.000 Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Die Stichprobe wird als repräsentativ beschrieben.
Die technische Auswertung und die Feldarbeit wurden im Frühjahr 2026 erstmals von Foerster & Thelen Marktforschung Feldservice durchgeführt.
Die Untersuchung besteht aus zwei zentralen Teilen.
Der erste Teil ist die Unternehmensbefragung. Sie erfasst unter anderem die aktuelle Geschäftslage, die Erwartungen für die kommenden sechs Monate, Investitionsabsichten, Beschäftigungspläne, wirtschaftliche Belastungen, Preiserwartungen und den Einsatz digitaler Technologien.
Der zweite Teil ist die Bilanzanalyse. Ihre Grundlage bilden Jahresabschlüsse, die mittelständische Firmenkunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rahmen von Kreditanträgen eingereicht haben.
Für die Jahre 2001 bis 2024 umfasst diese Datenbasis nahezu 2,6 Millionen Abschlüsse. Für 2025 lagen zunächst rund 550 Abschlüsse vor.
Durch die Kombination aus Befragung und Bilanzanalyse verbindet die Studie subjektive Einschätzungen der Unternehmensleitungen mit finanziellen Kennzahlen aus den Jahresabschlüssen.
Wie ist das Allzeittief der Investitionsbereitschaft einzuordnen?
Das historische Investitionstief ist nicht das einzige negative Ergebnis der Studie. Seine Bedeutung ergibt sich vor allem aus dem Zusammenspiel mehrerer Entwicklungen.
Die Kostenbelastung nimmt deutlich zu. Lieferengpässe werden wieder häufiger. Die Geschäftserwartungen bleiben schwach. Die Bilanzqualität verschlechtert sich. Gleichzeitig planen immer mehr Unternehmen Preiserhöhungen.
Diese Faktoren stehen nicht unabhängig nebeneinander. Gemeinsam beschreiben sie ein wirtschaftliches Umfeld, in dem mittelständische Unternehmen bei neuen Investitionen besonders vorsichtig sind.
Die vergleichsweise positive aktuelle Geschäftslage relativiert das Ergebnis nicht vollständig. Sie zeigt vielmehr, dass viele Unternehmen gegenwärtig noch von bestehenden Aufträgen und Auftragsbeständen profitieren.
Der Blick auf die kommenden sechs Monate fällt jedoch zurückhaltender aus. Diese Vorsicht zeigt sich besonders deutlich in der historisch niedrigen Investitionsquote.
Die Studie beschreibt deshalb keine einheitliche akute Krise aller mittelständischen Unternehmen. Sie zeigt vielmehr eine zunehmende Spannung zwischen aktuell noch tragfähigen Geschäftsbedingungen und deutlich schwächeren Zukunftserwartungen.
Welche wirtschaftspolitische Botschaft verbindet sich mit der Studie?
Die Vertreter von DZ BANK und BVR interpretieren die niedrige Investitionsbereitschaft als Warnsignal für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Nach ihrer Einschätzung treffen derzeit mehrere Belastungen gleichzeitig aufeinander: eine schwache Nachfrage, steigende Kosten und hohe geopolitische Unsicherheit.
Viele Betriebe konzentrieren sich deshalb stärker auf Liquidität, Kostenkontrolle, Lieferketten und die Sicherung des bestehenden Geschäfts.
Investitionen innerhalb Deutschlands dienen zunehmend der Bestandssicherung. Expansion und Wachstum verlagern sich dagegen teilweise ins Ausland.
Die wachsende internationale Aktivität von mittlerweile knapp 54 Prozent der befragten Unternehmen unterstreicht diese Entwicklung.
Aus Sicht des BVR hängt die Investitionsschwäche außerdem mit den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusammen. Besonders hervorgehoben werden die Bürokratiebelastung, die Steuerpolitik und die Notwendigkeit eines konsistenten Reformpakets.
Die politische Diskussion bildet damit einen Teil der Einordnung der Studienergebnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen private Investitionen in Deutschland wieder stärker zunehmen können.
Häufige Fragen zur Mittelstandsstudie 2026
Wie hoch ist die Investitionsbereitschaft im Mittelstand 2026?
52 Prozent der befragten Unternehmen planen, in den kommenden sechs Monaten zu investieren. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1995.
Warum gilt der Wert als Allzeittief?
Die Investitionsbereitschaft lag selbst während der Finanzkrise, der Corona-Pandemie und der Energiekrise über dem aktuellen Wert. Seit Beginn der Erhebungsreihe wurde kein niedrigerer Anteil gemessen.
Was ist aktuell das größte Problem des Mittelstands?
Die Bürokratie bleibt mit 74 Prozent das am häufigsten genannte Problem. Danach folgen Energiekosten mit 67 Prozent sowie Rohstoff- und Materialkosten mit 57 Prozent.
Wie haben sich die Energiekostensorgen entwickelt?
Der Anteil der Unternehmen, die Energiekosten als Problem betrachten, ist innerhalb von sechs Monaten von 53 auf 67 Prozent gestiegen.
Wie viele Unternehmen sind von Lieferengpässen betroffen?
31 Prozent berichten von Sorgen über Produktmangel oder verspätete Lieferungen. Im Herbst 2025 waren es 18 Prozent.
Welche Branchen sind besonders stark von Lieferengpässen betroffen?
Besonders betroffen sind die Elektroindustrie sowie die Chemie- und Kunststoffbranche. In diesen Bereichen berichtet jeweils ungefähr jedes zweite Unternehmen von Beschaffungsproblemen.
Wie viele Unternehmen planen Preiserhöhungen?
43 Prozent der befragten Mittelständler wollen ihre Preise in den kommenden sechs Monaten erhöhen. Nur knapp 5 Prozent rechnen mit Preissenkungen.
In welcher Branche sind besonders viele Preiserhöhungen geplant?
In der Baubranche planen 63 Prozent der Unternehmen höhere Preise. Der Anteil ist seit Herbst 2025 um 25 Prozentpunkte gestiegen.
Wie beurteilt der Mittelstand seine aktuelle Geschäftslage?
71 Prozent bewerten ihre gegenwärtige Lage als gut oder sehr gut. 29 Prozent beurteilen sie als eher schlecht oder schlecht.
Wie sind die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate?
26 Prozent erwarten eine Verbesserung. 20 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Insgesamt stagnieren die Erwartungen auf einem schwachen Niveau.
Welche Branchen blicken besonders pessimistisch in die Zukunft?
Besonders zurückhaltend äußern sich Unternehmen aus dem Handel, der Chemieindustrie und der Agrarwirtschaft.
Plant der Mittelstand einen Stellenabbau?
11 Prozent der Unternehmen wollen Stellen abbauen. 16 Prozent planen dagegen eine Ausweitung ihres Personalbestands. Damit fallen die Beschäftigungserwartungen leicht positiv aus.
Wie viele Mittelständler sind im Ausland aktiv?
Knapp 54 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über Auslandsaktivitäten. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Frühjahr 2024.
Wie hat sich die Bilanzqualität entwickelt?
Der vorläufige Bilanzqualitätsindex für 2025 ist um 10,4 Punkte auf 114,3 Punkte gesunken. Damit erreicht er den niedrigsten Stand seit 2012.
Wie hoch ist die durchschnittliche Eigenkapitalquote?
Die durchschnittliche Eigenkapitalquote sank von 30,7 Prozent im Jahr 2024 auf vorläufig 26,5 Prozent im Jahr 2025.
Wie entwickelte sich der dynamische Verschuldungsgrad?
Der dynamische Verschuldungsgrad stieg um 43,6 Prozentpunkte auf 364,5 Prozent. Ursache war vor allem eine Zunahme des Fremdkapitals bei nahezu stagnierendem Cashflow.
Wie verbreitet ist Künstliche Intelligenz im Mittelstand?
58 Prozent der befragten Unternehmen setzen inzwischen Künstliche Intelligenz ein. Im Jahr 2018 waren es erst 8 Prozent.
Wie viele Unternehmen nutzen keine der abgefragten digitalen Technologien?
Etwa jeder sechste Mittelständler setzt weiterhin keine der in der Studie untersuchten digitalen Technologien ein.
Wie viele Unternehmen wurden für die Studie befragt?
An der repräsentativen Befragung nahmen mehr als 1.000 Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen in Deutschland teil.
Wann wurde die Befragung durchgeführt?
Die Daten wurden zwischen dem 2. März und dem 17. April 2026 durch Telefon- und Onlineinterviews erhoben.
Die Studie zeigt einen Mittelstand zwischen Stabilität und wachsender Zurückhaltung
Die Mittelstandsstudie 2026 zeichnet ein widersprüchliches Gesamtbild.
Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen bewertet die aktuelle Geschäftslage weiterhin positiv. Auch die Beschäftigungserwartungen fallen leicht zuversichtlich aus. Gleichzeitig sinkt die Investitionsbereitschaft auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung.
Der historische Tiefstand von 52 Prozent trifft auf deutlich gestiegene Energie-, Rohstoff- und Materialkosten. Lieferengpässe nehmen wieder zu. Mehr Unternehmen planen Preiserhöhungen, während die Erwartungen für die kommenden Monate schwach bleiben.
Hinzu kommt eine vorläufig deutlich verschlechterte Bilanzqualität. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote sinkt, der dynamische Verschuldungsgrad steigt und der Bilanzqualitätsindex erreicht den niedrigsten Stand seit 2012.
Gleichzeitig richtet sich der Mittelstand zunehmend international aus. Mittlerweile ist mehr als jedes zweite befragte Unternehmen im Ausland aktiv. Auch die Digitalisierung schreitet voran: Künstliche Intelligenz wird inzwischen von 58 Prozent der Unternehmen eingesetzt.
Insgesamt beschreibt die Studie einen Mittelstand, dessen gegenwärtige Geschäftslage in vielen Fällen noch stabil erscheint, dessen Blick in die Zukunft jedoch von erheblichen Unsicherheiten geprägt ist.
Das Allzeittief der Investitionsbereitschaft wird dadurch zu einem zentralen Indikator für die aktuelle wirtschaftliche Stimmung im deutschen Mittelstand.
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